Stadtbibliothek Graz

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Geschichte

Öffentliche Bibliotheken in Österreich

In der Aufklärung setzte sich erstmals der Gedanke durch, Leseeinrichtungen für sozial unterprivilegierte Bevölkerungsschichten zu schaffen, um der durch die Einführung der allgemeinen Schulpflicht steigenden Lesefähigkeit und dem neu entstandenen Lesebedürfnis Rechnung zu tragen. Es entstanden Lesegesellschaften und kommerzielle Leihbibliotheken.

Im 19. Jahrhundert entstanden sogenannte Bildungsvereine, die auch Träger von Volksbibliotheken waren. Vor allem die weltanschaulich gebundenen Einrichtungen der Arbeiterbewegung und der Kirche engagierten sich im Aufbau von Volksbibliotheken.

Durch das austrofaschistische Regime und die nachfolgende nationalsozialistische Diktatur wurde das österreichische Volksbüchereiwesen inhaltlich und organisatorisch stark verändert. Die Volksbüchereien, die hauptsächlich von sozialdemokratischen Organisationen, Volksbildungsvereinen und der katholischen Kirche geführt worden waren, wurden großteils zerschlagen. Noch bestehende wurden den nun neu geschaffenen Stadt- und Gemeindebüchereien übergeben. Nach Ende des 2. Weltkrieges 1945 wurden die Bibliotheken gründlich von NS-Schriftgut gesäubert.

Bereits in den 50er Jahren setzte sich mehr und mehr der Gedanke einer Informations- und Dienstleistungsbibliothek durch, in der sich der/die mündige Leser*in ohne Bevormundung des/der Bibliothekars/in selbst zurechtfindet. Äußeres Symbol dieser Entwicklung war die sog. Freihandbücherei, welche die herkömmliche Thekenbücherei ablöste. In den nachfolgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Bibliothek zu einem Forum der Meinungsvielfalt mit einem pluralistischen Medienangebot zu Bildung, Unterhaltung und Information.

Parallel zum gesellschaftlichen Wandel befindet sich die öffentliche Bibliothek seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts in einem permanenten Veränderungsprozess. Es galt, neue Informationsmedien (Videos, DVDs, CDs, CD-ROMs) und Kommunikationstechnologien (Online-Katalog, Internetzugang) in das Angebot zu integrieren, um die Bibliothek verstärkt als unverzichtbaren Bestandteil der Grundversorgung im Bildungssystem zu etablieren. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind Bibliotheken längst schon viel mehr als bloße Entlehnstellen für Bücher. Sie sind Zentren für Bildung, Kultur, Information und soziale Integration, bieten Medien und Veranstaltungen verschiedenster Art und sind aktiver Teil des Kulturbetriebes ihrer Kommune.


Entwicklung der Grazer Stadtbibliothek

1895
Saria-Bibliothek in der Glacisstraße 69 vom Verein Volksbibliothek gegründet.

1902
Drei Leihbibliotheken (Annenstraße 26, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 20, Vinzenzgasse 47) vom Verein Volkslesehalle eröffnet.

1940
Diese Bibliotheken wurden der Stadt Graz als Geschenk übergeben Am 15. Februar 1940 wurde in den Räumen der Sariabibliothek die Hauptanstalt der Grazer Stadtbüchereien - mit den drei Bibliotheken der Volkslesehalle als Zweigstellen - eröffnet.

1944
Nach einem Bombentreffer am 1.11.1944 wurde die neu umgebaute Saria-Bibliothek wieder geschlossen; auch die anderen Büchereien blieben bis Anfang 1945 wegen Rüstungseinsatzes des Personals geschlossen.

1945
Säuberung von NS-Schriftgut und Wiedereröffnung im Mai 1945: Stadtbücherei I, Landhausgasse 2, Rathaus / Stadtbücherei III, Annenstraße 26 / Stadtbücherei IV, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 20 / Stadtbücherei V, Vinzenzgasse 47.

1948
Eröffnung der Stadtbücherei II in den Räumen der ehemaligen Kartenstelle in der Wienerstraße 255, da die bisher genützten Räumlichkeiten in der Glacisstraße 69 nicht mehr bezugsfähig waren.

1957
Eröffnung des ersten Bücherei-Neubaus, eines Kiosks für die Bücherei VI in der Rechbauerstraße im März 1957; es gab zahlreiche Bürgerproteste gegen diesen modernen Bau des Architekten DI Friedrich Moser.

1959
Anlässlich des 200. Geburtstages Schillers wurden die Büchereien VII in der Weißenhofgasse 7 und die Bücherei VIII im Kiosk Hasnerplatz gegründet.

1965
Übersiedlung der Stadtbücherei V in den Neubau in der Vinzenzgasse 20.

1968
Verlegung der Stadtbücherei IV aus der Conrad-von-Hötzendorfstraße in die Brockmanngasse 89.

1969
Eröffnung der Stadtbücherei IX, Andritz, Grazerstraße 45.

1973
Eröffnung der Standortbücherei X in Wetzelsdorf, Straßgangerstraße 210 b. Der erste Grazer Bücherbus nahm an 10 Ausleihstellen seinen Betrieb auf und erzielte sofort eine hohe Besucherfrequenz.

1977
Eröffnung der Stadtbücherei XII in der Volksschule am Berlinerring.

1987
Im Tiefgeschoß der damaligen Hauptbücherei wird im März 1987 auf einer Fläche von 12m2 die Videothek mit einem Bestand von 312 Videos eröffnet. Angeregt durch positive Erfahrungen deutscher Bibliotheken begann die Stadtbibliothek Graz in einem Modellversuch mit dem Verleih von Videokassetten. Der Bestandsaufbau war von Anfang an darauf ausgerichtet, vielfältige Bedürfnisse abzudecken und gleichzeitig Gegengewicht und Ergänzung zu den kommerziellen Videoverleihern zu sein. Neben aktuellen Spielfilmen und Klassikern stehen den Benutzer*innen ein Sortiment von Sachvideos sowie ein großes Angebot an Originalfassungen und Kunstvideos zur Verfügung.

1988
Übersiedlung der Stadtbücherei VI von der Rechbauerstraße in größere und modern ausgestattete Räume (106 m2) in der Sparbersbachgasse 40.

1990
wurde es notwendig, sich nach neuen Räumlichkeiten umzuschauen, die man schließlich in den Räumen des Stadtmuseums, Sackstraße 18, fand. Im Herbst Übersiedelung in die neuen, 60m2 großen Räume.

1991
Vergrößerung der Stadtbücherei X, Strassgangerstrasse 210 b.

1992
Start mit dem Verleih von Literatur-Tonkassetten.

1993
rege Aktivitäten rund um das Gedenkjahr für Peter Rosegger: Lesungen, Spaziergänge zu seinen Wirkungsstätten, Herausgabe eines Pegasus-Magazins.

1995
Umsiedlung der Hauptbücherei aus den beengten Räumlichkeiten in der Landhausgasse 2 in die neu adaptierten Räume (230 m2) des ehemaligen Farben- und Lackgeschäftes Zankl & Co. im ansprechenden alten Ambiente des denkmalgeschützten Zanklhofs, Ecke Feuerbachgasse/Belgiergasse, im Oktober 1995. Wegen der Nähe der neuen Zentralbücherei zur Stadtbücherei III in der Annenstraße 26 wurde diese mit Ende Juni 1995 gesperrt und der Buchbestand der Hauptbücherei Zanklhof einverleibt. Der Umbau des Stadtmuseums erzwang einen erneuten Ortswechsel der Videothek. Die Räume der aufgelassenen Stadtbibliothek in der Annenstraße 26 boten sich dafür als geeignet an und im Herbst 1995 übersiedelte die Videothek dorthin.

1996
Ab November 1996 wurde mit der Umstellung auf EDV begonnen, wobei die erste Stufe die datenbankmäßige Erfassung des vorhandenen Medienbestandes sowie die laufende Katalogisierung der Neuzugänge im System DABIS umfasste. Schließung der Stadtbücherei IV in der Brockmanngasse 89 mit Ende März 1996, da diese Bücherei in den beengten Räumlichkeiten (40m2) nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Bibliothek entsprach und im Bereich der Kinder- und Jugendbücher sogar noch als Thekenbücherei geführt werden musste.

1997
Verlegung der Stadtbücherei IX, Andritz, in größere Räumlichkeiten in die Grazerstraße 54; Eröffnung der neu eingerichteten Zweigstelle im Oktober. Start mit dem Verleih von Literatur-CDs. "Donna Leon - Lesung" am 24. November 1997: erste und sehr erfolgreiche Lesung der neuen Reihe "Lesebühne" im Grazer Schauspielhaus in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen und dem Franz-Nabl-Institut. Erstmalig wurde ein Informationsstand auf der Grazer Kinder- und Seniorenmesse eingerichtet.

1998
Herausgabe einer Broschüre über alle öffentlich zugänglichen Bibliotheken in Graz. Lesungen von Erich Hackl und Michael Köhlmeier im Rahmen der "Lesebühne".

1999
Die Veranstaltungsreihe "Lesebühne" wurde mit einer Lesung von Norbert Gstrein fortgesetzt. Realisierung des ersten Onlineauftritts mit einem Verzeichnis aller Titel.

2000
Im Jänner 2000 Eröffnung der Mediathek in der Vorbeckgasse 12 gegenüber der Hauptbibliothek Zanklhof. Neben zahlreichen Videos, Musik-CDs und Zeitschriften stehen allen BenutzerInnen vier Internetarbeitsplätze zur Verfügung. Datenbanksystem: Wechsel von DABIS auf Bibliotheca 2000 von BOND. 60-Jahr-Jubiläum der Stadtbibliothek mit einem "Erlesenen Fest" im Kulturzentrum bei den Minoriten 2. Auflage der Broschüre "Bibliotheken in Graz"; Informationsstand auf der Grazer Frühjahrsmesse und Östereichischen Buchmesse in der Karl-Franzens-Universität Graz, beim Citycamp Strassgang/Wetzeldorf, bei der Ausstellung im Rahmen der Woche der Erwachsenenbildung u.v.m.

2001
Ausbau des Onlinekatalogs zur virtuellen Mediathek. Start mit Veranstaltungen in der Mediathek: Konzerte, Filmabende, Installationen und Lesungen; Beginn der Adaptierungsarbeiten im Mediatheks-Tiefgeschoss. Teilnahme an der Österreichischen Buchmesse sowie am CityCamp Liebenau/Puntigam.

2002
Intensivierung des Veranstaltungsprogrammes, insgesamt 40 Veranstaltungen: Start der Lesereihen "WortKlang" und "Double Feature" (letztere in Kooperation mit der Grazer AutorInnenversammlung) sowie der Präsentation internationaler Videokunst im Rahmen des Projektes "Balkan Konsulat". CD-ROMs und Spiele werden in das Medienangebot der Bibliotheken, DVDs in das der Mediathek aufgenommen. Alle Bibliotheken sind mit der Bibliotheksdatenbank vernetzt und der gesamte Medienbestand ist online recherchierbar. Generalrenovierung und Modernisierung der Stadtbibliothek Gösting: Wiedereröffnung der "neuen" Bibliothek im Dezember 2002, nun ausgestattet mit Internetterminal und Hörbibliothek.

2003
Im März 2003 Eröffnung des Kellergewölbes der Mediathek mit zehn Internetterminals und zwei DVD-/Videostationen sowie einem kleinen Ausstellungsbereich. Mit dem Ankauf von Audio-DVDs wird begonnen und der Medienbestand ist bereits auf 10 831 Titel angewachsen. Es finden 39 Lesungen statt, u. a. die Fortsetzung der Reihen "Double Feature" und "Balkan Konsulat", sowie zahlreiche Videoabende, Vorträge und Vernissagen. Im September 2003 startet die Stadtbibliothek mit dem modernsten Bücherbus Österreichs, der anfangs 19 Ausleihstellen - vor allem vor Volksschulen - betreut. Der Medienbestand wird in allen Bibliotheken auf Hörbücher, in einigen Bibliothekszweigstellen auf CD-ROMs erweitert.

2004
Im Jänner 2004 startete die Bibliothek die innovative Lesereihe "4handschreiben" in Kooperation mit der Grazer Autor*innenversammlung. Die Stadtbibliothek organisiert 29 Veranstaltungen, vorwiegend Lesungen sowie Ausstellungen mit Grazer Künstler*innen, bei denen insgesamt 1617 Besucher*innen begrüßt wurden. Der Bücherbus nimmt an verschiedenen (Schul-)Projekten, der Veranstaltung "Graz lebt auf" sowie am 1. Österreichischen Bücherbustreffen in Salzburg teil.

2005
Die literarische Lesereihe "4handschreiben", findet mit der Publikation aller Texte im November 2005 ihren würdigen Abschluss. "Ciné Création" - ein Filmabend mit österreichischen und französischen Kurzfilmen, einer hochkarätigen Diskussionsrunde und Vernissagen mit FotokünstlerInnen und MalerInnen runden das Veranstaltungsprogramm in der Mediathek ab. In den Bibliotheken werden im Frühjahr im Rahmen der österreichweiten Leseaktion "Leserstimmen - der Preis der jungen LeserInnen" elf KinderbuchautorInnen und -illustratorInnen zu Lesungen und Workshops mit SchülerInnen eingeladen. Im Herbst 2005 findet die Ausstellung "British Corner" in allen Stadtbibliotheken, der Mediathek und im Bücherbus im Rahmen des Österreich-Gedenkjahres statt. Insgesamt 1606 Personen besuchen 32 Lesungen, Vernissagen und Workshops und bestärkten die Stadtbibliotheken in ihrem Bestreben, Orte der Begegnung zwischen Autor*innen, Künstler*innen und Grazer Bürger*innen zu sein.

2006
Neueröffnung der vergrößerten Hauptbibliothek Zanklhof im Mai 2006, nun mit barrierefrei zugänglichen Ausleihflächen auf zwei Ebenen, Lesecafé mit vielen internationalen Zeitungen und Zeitschriften, Benutzer-PCs, Hörstationen u.v.m. Gleichzeitig wurde die Mediathek in die Stadtbibliothek integriert, d.h. nur noch eine Gebühr, ein Katalog, ein Ausweis für alle Angebote. Im Juni 2006 wurden die Zweigstellen Straßgangerstraße, Rudolfstraße und Weißenhofgasse geschlossen. Als neues Service startete Mitte Juli das Postservice - ein Medien-Zustelldienst in alle Grazer Postfilialen.

2007
2007 wurde die Erneuerung der Stadtbibliotheksstrukturen konsequent fortgesetzt. Zwei große bezirksübergreifende Stadtteilbibliotheken eröffneten im Herbst - Graz West und Graz Süd. Hier wurde auch erstmals das neue RFID-Sicherungssystem eingesetzt, das es Benutzer*innen ermöglicht, an Self-Check-Automaten ihre Bücher selbständig zu entlehnen. Noch mehr Kinder und Jugendliche als wichtiges Zielpublikum zu gewinnen und sinnvolle und zugleich lustbetonte Leseförderung zu betreiben, waren Beweggründe für die Kooperation mit dem Lesezentrum Steiermark zur Gründung der Kinderbibliothek Labuka. Die Bibliotheks-Werbewoche "Österreich liest - Treffpunkt Bibliothek" wurde auch in der Stadtbibliothek mit einer Schreibwerkstätte und dem ersten Labuka-Kinderfest gefeiert. Insgesamt besuchten 2007 1560 Gäste 15 Veranstaltungen sowie 276 Schulklassen mit 5783 SchülerInnen die Stadtbibliotheken. Mit 5035 neuen Mitgliedern konnte 2007 ein Rekord bei den Neuanmeldungen verbucht werden.

2008
Im Jänner 2008 wurde mit der Eröffnung der Stadtbibliothek Graz Ost am Schillerplatz ein weiterer Schritt des Modernisierungsprozesses gesetzt. Das erste Veranstaltungsprogramm der neu konzipierten Kinderbibliothek LABUKA erschien; bereits die ersten Veranstaltungen (von insgesamt 152 in 2008 mit über 4000 Besuchern) sind ein großer Erfolg. Höhepunkte im Lesejahr waren unsere drei großen LABUKA-Kinderfeste. Mit dem Schwerpunktthema "Generation Plus" konnte die Attraktivität unseres Angebotes auch für ältere Besucher*innen erhöht werden. Immer beliebter wurde das Postservice, hier war eine Steigerung zum Vorjahr von weit über 50% zu verzeichnen. Insgesamt konnten 371 316 Besucher*innen (26,6% Steigerung) in den Bibliotheken begrüßt und mit 818 060 Entlehnungen ein neuer Rekordwert erreicht werden. Generell war 2008 der Zustrom junger Menschen sehr stark: von 19 561 aktiven Benutzer*innen waren 8161 unter 18 Jahren, und von 6607 Neuanmeldungen (um 31,6 % mehr als 2007) waren mit 3018 fast die Hälfte Kinder und Jugendliche. Der Besuch von 417 Schulklassen mit 8017 Schüler*innen sowie die hohe Auslastung der nunmehr ca. 85 Themenpakete für Schulen, Horte und Kindergärten sind positive Zeichen für die hohe Akzeptanz der Stadtbibliothek als wichtiger Partner für Grazer Bildungsinstitutionen.

2009
Auch 2009 setzt sich der Erfolgsweg der Stadtbibliothek Graz fort. Der Medienbestand wurde weiter modernisiert und erhöht und liegt im Frühjahr 2009 bei 193 000 Exemplaren. Davon entfallen ca. 11 000 auf das im April gestartete neue Online-Service "Bibliothek digital", das den Benutzer*innen digitale Medien verschiedenster Art ohne Zusatzkosten, unkompliziert und 24 Std./Tag zum Download anbietet. 2009 wurden bereits 12 788 eMedien entlehnt.
Mit 851 291 Entlehnungen gesamt wurde 2009 ein neuer Rekord erzielt. Davon entfielen 46 985 Medien auf das Postservice. 381 619 Besucher*innen stürmten die Stadtbibliotheken, auch dies ein neuer Rekordwert. Die Zahl der Themenpakete wächst auf ca. 100 an. Auch die interkulturelle Bibliotheksarbeit wurde intensiviert. Die Kinderbibliothek LABUKA konnte wieder Tausende von Kindern für das Lesen begeistern. Das vielseitige Veranstaltungsprogramm - incl. der neuen Lesefrühförderung („Labukini“) - war überaus erfolgreich (327 Veranstaltungen mit 7162 BesucherInnen). Weiters besuchten 455 Schulklassen mit 9243 Schüler*innen die Stadtbibliotheken. Lesungen, Literaturrunden und Vernissagen lockten zusätzlich 556 Besucher*innen an. Im Sommer 2009 wurde die Mediathek umfangreich renoviert und bietet nun eine noch kund*innenfreundlichere Medienpräsentation. Und im Herbst 2009 startete das Bestseller-Service.

2010
Mit einem Medienbestand von rund 210.000 Exemplaren wurde 2010 mit 922.364 Entlehnungen ein neuer Rekord erzielt (8,3% plus), auch der Zustrom von 385.882 Besucher*innen bedeutet eine Steigerung. 407 LABUKA-Veranstaltungen verzeichneten 9.129 BesucherInnen. Die Lesefrühförderung für Zweijährige wurde als eines der 100 besten Leseprojekte mit dem „Philipp Lese-Award“ ausgezeichnet. Das Themenpaket-Angebot wurde auf 110 Stück erweitert. LABUKA konnte insgesamt sein Ergebnis um 24% (Veranstaltungen) bzw. 27% (Teilnehmer*innen) steigern. Und 438 Schulklassen mit 8.685 Schüler*innen besuchten 2010 die Stadtbibliotheken. 
Seit April 2010 bietet die „Bibliothek digital“ eBooks auch im ePub-Format an. Insgesamt zeigen 13.767 eMedien-Downloads (7,6% plus), dass das digitale Angebot sehr gut angenommen wird.
Im Herbst 2010 erhielt Graz den Titel "1. Fairtrade-Landeshauptstadt Österreichs". Die Stadtbibliothek, die 2010 den Fairen Handel zum Medienschwerpunkt erhoben hat, wurde als wichtiger Projektpartner geehrt. Das zentrale Ereignis zum Jahresabschluss 2010 war sicherlich die Errichtung der vierten großen Zweigstelle, der Stadtbibliothek Graz Nord. Die großzügig und modern ausgestattete, barrierefrei zugängliche, nunmehr größte Zweigstelle der Stadtbibliothek nahm im Dezember den Betrieb auf.

2011
Das Jahr 2011 begann mit dem Festakt zur Eröffnung der neuen Stadtbibliothek Graz Nord mit ihrem besonderen Angebot der „Entwicklungspolitischen Bibliothek“, einer Kooperation mit der Agentur Südwind Steiermark. Im Jahresverlauf konzentrierte sich die Stadtbibliothek auf Optimierungen und Ergänzungen der vorhandenen Services und Einrichtungen. 393.089 Besucher*innen, davon 15.209 bei 676 Veranstaltungen, bestätigten den gewählten Kurs. Der aktuelle Medienbestand (rund 245.000, davon 27.059 Neuanschaffungen) wurde zahlreich genutzt, wie fast eine Million – exakt 997.280 – Entlehnungen zeigen. 439 LABUKA-Veranstaltungen mit 11.068 Teilnehmer*innen waren 2011 ein neuer Rekord. Ein Höhepunkt war das große Bücherinselfest im Herbst mit über 400 Besucher*innen. Weiters besuchten 442 Schulklassen mit 8.515 Schüler*innen die Stadtbibliotheken; den Bücherbus frequentierten 21.650 Schüler*innen bei insgesamt 1.075 Klassenbesuchen. In zwei Filialen wurde WLAN installiert. Erstmals wurden 2011 auch Konsolenspiele in das Medienangebot integriert. Das Themenpaket-Angebot stieg auf 130 Medienboxen – die rund 95%ige Auslastung spricht für sich. Der Fremdsprachenbestand wurde maßgeblich auf rund 10.000 St. erweitert, ebenso wie der Schwerpunkt „Generation Plus“, und die EDV-Beratungsstunden für Senior*innen (Stadtbibliothek Graz Süd) wurden auf die Zweigstelle Graz Nord ausgeweitet. Auch die „Bibliothek digital“ und das Postservice erfreuten sich zunehmender Beliebtheit; letzteres erreichte 2011 mit 48.711 versendeten Medien eine Steigerung von 9,2%.

2012
Die Stadtbibliothek „boomt“ auch 2012! Dies beweisen 404.611 Besucher*innen, um 3 % mehr als im Vorjahr, ein Medienbestand von 253.659 Exemplaren und last not least 1.077.640 Entlehnungen – die Millionengrenze ist geknackt! Der Download von eBooks stieg im Vergleich zu 2011 um 36 % und die Entlehnungen über das Postservice um 26 %.
Neu eingerichtet wurde 2012 in der Stadtbibliothek Graz Nord die „Gender Section“, ein Themenschwerpunkt mit genderrelevanten Medien. Und zwei neue Mediengruppen erweitern seit 2012 den Medienbestand, 1. Südwind-Unterrichtsmaterialien, 2. Lernhilfen zu Fremdsprachen, Deutsch und Mathematik für verschiedenste Lernniveaus. 2012 wurde weiters die Ausstattung der Bibliotheken mit Einwurfklappen abgeschlossen, wodurch die 24/7-Rückgabe nun an sieben Standorten möglich ist.
Die Jugend-Leseoffensive "Read4Fun" und die Kooperation im Projekt "Schauplatz Annenviertel" waren große Erfolge. Bei zahlreichen Lesungen, u.a. in der neuen Reihe „Literatur um fünf“, konnten unsere Besucher*innen mit bekannten Autor*innen auf Tuchfühlung gehen. Auch die monatliche Literaturrunde in der Bibliothek Graz Süd war sehr beliebt. – Insgesamt 62 Veranstaltungen für Erwachsene wurden von 1.982 Gästen besucht.
Das von Jahr zu Jahr umfangreichere LABUKA-Programm konnte auch 2012 mit Highlights aufwarten. Das LABUKA-Fest „Echt tierisch“ erlebte weit über 400 Besucher*innen; das interkulturelle Südwind-Kindersommerfest war ein Erlebnis für alle Sinne. Gesamt 646 Veranstaltungen für Kinder (2-13), um 26 % mehr als 2011, wurden von 11.380 Kindern und 2.621 Erwachsenen besucht. Kindergarten- und Hortgruppen sowie Schulklassen suchten die Stadtbibliothek aber auch regelmäßig auf: 430 Gruppenbesuche mit 8.858 Teilnehmer*innen waren es 2012. Der Bücherbus schließlich wurde von 21.940 Schüler*innen bei insgesamt 1.082 Klassenbesuchen gestürmt.

2013
Unsere Gesellschaft ist geprägt von digitalen Veränderungen. Dennoch nimmt die Zahl der Ausleihen von analogen Medien nach wie vor zu und ebenso steigt die Zahl der Nutzer*innen der Stadtbibliothek stetig an. 1.189.009 Entlehnungen im Jahr 2013 sind bei + 10% ein neuer Spitzenwert. 393.416 Besucher*innen und 24.434 aktive Nutzer*innen (+ 5,4%), bei einem Medienbestand von 276.219 Exemplaren, schätzen die Stadtbibliotheken als zentrale Anlaufstellen zur Weiterbildung, Information und Freizeitgestaltung.
Nach dem in Österreich einzigartigen Postservice (70.304 Entlehnungen = + 14,4%) wurde im Herbst 2013 ein ehrenamtlicher Bücherbot*innendienst eingeführt: Besuch&Buch. Das große Interesse, das Besuch&Buch erfahren hat, zeugt von der Wichtigkeit dieses sozialen Bibliotheksdienstes.
Die Kinderbibliothek LABUKA bot mit 628 Leseanimations-Workshops Zugang zur Welt des Lesens. Jugendliche fühlen sich bei [kju:b] – der kreativen Jugendbibliothek – gut aufgehoben. Als besonderes Projekt wurden 2013 die Angebote für die Zielgruppe der 13- bis 18-Jährigen gebündelt und erweitert. 22.292 Entlehnungen von fremdsprachigen Medien im vergangenen Jahr sind eine Steigerung von 5,4% zu 2012. Die Stadtbibliothek konnte bei 60 Veranstaltungen für Erwachsene 1606 Besucher*innen sowie bei 410 Gruppenbesuchen 8102 Teilnehmer*innen begrüßen. Und bei der 2013 von der Bibliotheksorganisation OCLC gestarteten internationalen Imagekampagne „BiblioFreak“ ist die Stadtbibliothek als österreichische Pilotbibliothek mit an Bord. 
Auch das digitale Angebot wurde erweitert - durch immer mehr Services auf der Website und die Bibliothek digital, die rund 12.000 eMedien zum Herunterladen anbietet. 33,5% mehr Downloads zeigen, dass der Trend zum eBook enorm ansteigt. Ein Relaunch der Website bietet den Nutzer*innen nun noch mehr Annehmlichkeiten, eine unkompliziertere Veranstaltungsanmeldung, mehr Zugriff auf das Benutzerkonto und eine professionellere Recherche.

2014
Die Stadtbibliothek ist „vielsprachig“ und barrierefrei. Zugänglichkeit und leichte Nutzbarkeit in jedem Sinne sind wichtige Aspekte bei jeder Neu- und Umgestaltung sowie beim Medienangebot. Genau diese Berücksichtigung der Bedürfnisse der heterogenen Bevölkerungsgruppen führten 2014 zu neuen Spitzenwerten bei der Nutzungsfrequenz: 420.011 Besucher*innen (+6,7%), entlehnten 1.239.244 Medien (+ 4,2%),  6.227 Neuanmeldungen (+15,8%) sowie 974 Veranstaltungen mit 26.071 Teilnehmer*innen.
Das bewährte Postservice, über das 2014 die neue Rekordanzahl von 75.773 Medien (+7,8%) in 17.637 Paketen (+ 9,9%) ausgeliehen wurden, wurde um die Blindensendung erweitert, über die sehbehinderte Bibliotheksmitglieder kostenfrei Bibliotheksmedien beziehen können. Als eine weitere Neuerung wurden Formulare wie die Benutzungsordnung in leicht verständlicher „LL“-Version (Verständlichkeitsstufe B1) erstellt, um die Kommunikation zu erleichtern.
Der Ausbau des fremd- und zweisprachigen Medienbestandes wurde 2014 weiter betrieben: 14.291 Medien in mehr als zwölf Sprachen wurden 24.160 Mal entlehnt (+8,3%). Um der steigenden Anzahl mehrsprachiger Kinder in Graz gerecht zu werden, startete die Stadtbibliothek im Herbst 2014 die „LABUKA-Spracheninsel“ (Fremdsprachen-Workshops mit Native Speakers). Auch auf die oftmals vernachlässigte Gebärdensprache wurde besonderes Augenmerk gelegt.
Auch der Bücherbot*innendienst Besuch&Buch etablierte sich immer mehr. 2014 wurden von 68 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen 37 Einzelpersonen und acht Lesekreise in Senior*inneneinrichtungen betreut. Nachfrage und Nutzung der eMedien in der Bibliothek digital steigen ständig, wie erfreulicherweise auch die 25prozentige Steigerung der Downloads in der Onleihe bestätigt. Die Stadtbibliothek hat individuelle Beratungsstunden zum Thema eBook, eReader, Tablet & Co. eingerichtet, die intensiv genutzt werden. 
Weiters wurde im Rahmen des ämterübergreifenden Projekts „Bildung findet Eltern“ 2014 die Kooperation mit Kindergärten und Horten, die mit dem Themenpakete-Service und den LABUKA-Veranstaltungen bereits erfreulich stark ist, durch die neue Aktion Literaturecke für Eltern-Know-How  weiter intensiviert.

2015
Die Stadtbibliothek konnte 2015 406.147 Besucher*innen begrüßen, die 1.278.922 Entlehnungen tätigten und an 900 Veranstaltungen teilnahmen. Damit zählt die Stadtbibliothek des Grazer Kulturamtes zu den großen und erfolgreichen Bildungs- und Kulturinstitutionen in unserer Stadt.
Es ist nie zu früh, um Kindern erste positive Kontakte mit Büchern zu ermöglichen. Bei den Workshops von Labubaby gelingt das für Babys ab einem Alter von sechs Monaten (und auch für ihre Eltern). Dieses Pilotprojekt, schon den Kleinsten mit Bilderbüchern und Babyzeichensprache neue Kommunikationschancen zu eröffnen, war einer der erfolgreichen Neustarts von 2015.
763 Labuka-Einzelveranstaltungen, die von insgesamt 19.486 Teilnehmer*innen genützt wurden, konnten 2015  veranstaltet werden. Zusätzlich besuchten 1303 Schulklassen den Bücherbus und 500 Klassen die Stadtbibliotheken.
Auch das zweite neue Produkt der Stadtbibliothek erfreute sich großer Beliebtheit: [kju:b] live – die Eventreihe für Jugendliche konnte mit 34 Veranstaltungen zahlreiche junge Menschen für Poetry Slam und Workshops zu Medienkompetenz und aktuellen sozialkritischen Themen begeistern. Zählt man die 32 Recherche- und Zitier-Workshops für angehende Maturant*innen mit, so wurden die 66 [kju:b] Workshops von 1518 Jugendlichen besucht.
 im Rahmen des Projekts „Besuch&Buch“ wurde Menschen, die über eine eingeschränkte Mobilität verfügen, Zugang zu Medien gewährt. Rund  40 Grazer*innen wurden von ehrenamtlichen Bücherbot*innen zu Hause besucht und mit Büchern versorgt, und in neun Senioreneinrichtungen in Graz gestalteten die Bücherbot*innen Vorlesestunden.
Sprachkompetenz ist der Schlüssel zur Integration. Immer mehr Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache leben in Graz, und die deutsche Sprache gut zu beherrschen ist ihr Ziel. Die Stadtbibliothek bietet mit einem umfangreichen Angebot in 13 verschiedenen Sprachen allen die Chance, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. 24.561 fremd- oder zweisprachige Medien wurden ausgeliehen, mehr denn je zuvor, und die 36 zweisprachigen Labuka-Workshops wurden von 911 Kindern begeistert angenommen.
Und auch für Erwachsene gab es zahlreiche unterschiedliche Aktivitäten: Lesungen mit interessanten Autor*innen, Buchpräsentationen, Diskussionen zu aktuellen Themen, PC-Kurse für Senior*innen, eBook-Reader-Sprechstunden, regelmäßige Literaturrunden u.v.m.

2016
Die Stadtbibliothek stellt nun knapp 300.000 Medien zum Verleih bereit, sie ist die wichtigste außerschulische Leseförderungsinstitution für Kinder und Jugendliche in der Stadt, versorgt Schulen und Kindergärten mit Themenpaketen, organisiert jährlich rund 1.000 Veranstaltungen zum Thema Lesen und Medien, besucht hochbetagte Grazerinnen und Grazer zu Hause, leistet Integrationsarbeit und Sprachförderung und noch vieles mehr. Von insgesamt 1.269.931 Entlehnungen entfielen 63,6 % auf Printmedien. Das gedruckte Buch ist nach wie vor konkurrenzlos die Nummer Eins für die 380.245 BesucherInnen, die 2016 den Weg zu uns fanden.
Neu ins LABUKA-Programm aufgenommen wurden 2016 die LABUKIGA-Workshops speziell für Kindergärten und die "LABUKA-Familieninsel" in der Stadtbibliothek Graz West, ein Veranstaltungs-Schwerpunkt zu den Themen Elternschaft und Familie.
Die Aktion „Leseticket“ regte viele Hundert Schüler*innen an, in den Sommerferien Bücher zu lesen. Seit dem Schuljahr 2016/2017 gibt es erstmals auch einen, nicht weniger erfolgreichen, "Lesepass" speziell für die dritten und vierten Klassen der Grazer Volksschulen, die sich gerne zum Lesen, Bewerten und Empfehlen vieler Bücher animieren ließen.
Ein weiters Highlight 2016 waren die Sommerlesungen mit Boris Bukowski, Andrea Wolfmayr und Angelika Jodl. 
Das immer gefragtere Fremdsprachenangebot wurde auf ca. 11.000 Medien ausgebaut. Auch die 44 zweisprachigen LABUKA-Workshops wurden begeistert angenommen.
Wie in den Jahren zuvor leistete die Stadtbibliothek auch 2016 ihren Beitrag, um einen unbürokratischen Zugang zu Bildung und Information zu gewährleisten, und bewährte sich als Begegnungsort und Zentrum für Buchkultur, Lese- und Medienkompetenz.